Heute ist ein Tag der Schuld

Schuld. Ein vielschichtiges Thema. Du bist schuld. Dieser Satz ist schnell gesagt und schlägt auch sofort beim Gegenüber ein. Kannst du dich erinnern wann du das zuletzt sagt hast oder es jemand zu dir gesagt hat? Kannst du dich erinnern was passiert ist? Dieses Wort „passiert“ lässt uns schon ein kleines Stück weiterkommen. Es passiert etwas vielleicht unbewusst, zufällig, unbeabsichtigt und ein Schuldiger wird gesucht. Wozu und ist es überhaupt nötig? Geht es darum, die Verantwortung für etwas zu übernehmen oder ganz einfach die Schuld zu geben? Was bringt es Schuld zu verteilen? Kannst du Verantwortung für das Übernehmen was durch dich passiert? Was heißt für dich Verantwortung übernehmen? Für mich heißt es, dazu zu stehen etwas getan zu haben was vielleicht in diesem Moment nicht in Ordnung war. Ist das schwierig? Eigentlich nicht, wäre da nicht das Kopfkino das sofort loslegt. Was kommt bei dir, wenn du daran denkst Verantwortung zu übernehmen? Welche Angst kommt hoch? Wir kommen sowieso nicht umhin sie zu übernehmen – Selbstverantwortung ist das Stichwort. Geschehenes kann nicht ungeschehen gemacht werden, nicht geleugnet werden. Erkennst du den Unterschied der Sichtweise? Für mich geht es nicht um Schuld, sondern darum Verantwortung zu übernehmen.

Was macht das für einen Unterschied fragst du dich? Zugegeben muss man sich langsam an das Thema heran tasten, weil wir es anders kennen und sich viele weitere Aspekte aufdrängen. Politiker übernehmen Verantwortung und treten zurück – ist das die Verantwortung von der wir reden? Ich bin mir nicht sicher.

Wie ist es, wenn etwas durch die Umstände passiert ist? Ist dann jemand schuldig? Was meinst du? Oft fühlt man sich schuldig ohne etwas getan zu haben. Dabei ist die Frage woher kommt dieses Gefühl? Es kommt vor, dass Schuldgefühle durch das Familiensystem übergeben werden und durch die nächste oder übernächste Generation weitergelebt werden.  Diesem Schuldgefühl kann begegnet werden, indem man in einer Aufstellung wahrnimmt, welche Dynamiken im System wirken und diese frei werden lässt.

Ich denke, um künftigen Generationen solche Themen zu ersparen können wir heute damit anfangen Selbstverantwortung für unser Denken, Fühlen und Handeln zu übernehmen und alte Muster zu lösen. Dies ist aus meiner Sicht ein Weg zu innerer Freiheit, Gelassenheit und Ruhe.

Alles Liebe!
Karoline Hinterreither

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